Historie

Dr. h.c. Ernst Schröder1963 gründete der gärtnerische Berufsstand als Dank für das Lebenswerk des langjährigen Präsidenten des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), Dr. h.c. Ernst Schröder, die nach ihm benannte Stiftung. Ziel war es, den gärtnerischen Berufsnachwuchs zu fördern. Erste Zustifter waren der ZVG und seine angeschlossenen Landesverbände sowie die Deutsche Hagelversicherung (heute: Gartenbau-Versicherung VVaG). Der Stiftungszweck war in den ersten Jahren auf einzelne geeignete Berufsangehörige ausgerichtet, die nach Erfüllung der Voraussetzungen Stipendien für ihre berufliche Fortbildung oder ein Studium bzw. Zuschüsse für einen Auslandsaufenthalt erhielten.

 

1966 wurde die Bildungsstätte Gartenbau Grünberg als bundeszentrale Bildungseinrichtung des ZVG und seiner Mitgliedsorganisationen eröffnet und bot für die Stiftung neue Ansätze für die Förderung der beruflichen Fort- und Weiterbildung.

 

1977 beschlossen die Gremien der Ernst-Schröder-Stiftung vor diesem Hintergrund eine andere Schwerpunktsetzung des Stiftungszweckes. Grund dafür war außerdem, dass die Einführung staatlicher Fördermöglichkeiten, z.B. AFG und BAföG einen Teil der ursprünglichen Stiftungsgedanken ersetzten. Priorität erhielt also die Förderung von Berufsangehörigen und Bildungseinrichtungen durch Bereitstellung von Beihilfen zur beruflichen Weiterbildung. Förderungen für den Besuch der Bildungsstätte Gartenbau Grünberg sowie hier benötigte Lehr- und Lernmittel rückten in den 1990er Jahren noch deutlicher in den Vordergrund. Dies galt auch für die Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner (AdJ).
Hier versprachen sich die Gremien der Stiftung eine besonders große „Breitenwirkung“ für die begrenzt einzusetzenden Fördermittel.

 

1996 ermöglichte eine bedeutende Zustiftung eines Gärtners (Werner Heiseler, Gärtnermeister aus Hessen) eine Aufstockung des Stiftungskapitals und so eine spezielle Förderung des Berufsnachwuchses aus den neuen Bundesländern in den Folgejahren.

 

2002/2003 übernahm die Ernst-Schröder-Stiftung nach Eintritt der Hochwasserkatastrophe (August 2002) die Koordination und Abwicklung der viel beachteten Spendenaktion des Berufsstandes „Gärtner helfen Gärtnern“.

 

2006 wurde die Ernst-Schröder-Stiftung Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen mit Sitz in Berlin. Zweck des Bundesverbandes ist die Förderung des gemeinwohlorientierten Stiftungswesens in Deutschland. Damit nimmt der Bundesverband die Interessen von Stiftungen und Stiftern wahr. Die Ernst-Schröder-Stiftung profitiert von einer umfassenden Datensammlung und -dokumentation sowie vom Beratungswesen und der Öffentlichkeitsarbeit des Bundesverbandes.

Interessante Förderprojekte

Auch 2013 Hochwasser-Spendenaktion „Gärtner helfen Gärtnern“

Hochwasserkatastrophe 2013

Koordination und Abwicklung der vielbeachteten Spendenaktion
Einstimmig stellte sich das Kuratorium der Ernst-Schröder-Stiftung am 16. Juli 2013 in Grünberg hinter die Beschlüsse des Stiftungsvorstandes zur Spendenaktion „Gärtner helfen Gärtnern“. Somit übernahm die Ernst-Schröder-Stiftung auch 2013 nach Eintritt einer Hochwasserkatastrophe erneut – wie bereits 2002/2003 – die Koordination und Abwicklung dieser vielbeachteten Spendenaktion.

Durch die berufsständische Solidarleistung konnte das vom Präsidium des ZVG und der Stiftung eingesetzte Expertengremium einen Betrag von insgesamt 85.000 Euro an besonders betroffene Geschädigte ausreichen und damit etwas zur Linderung der Schäden in gärtnerischen Unternehmen und Familien beitragen.

Weitere Informationen: www.g-net.de

Berufsständische Jugendorganisation

berufsständischen Jugendorganisation

Seit Jahren unterstützt die Stiftung die von der berufsständischen Jugendorganisation angebotene Seminarreihe „Chancen und Perspektiven im Gartenbau“. Hier wird gärtnerischen Auszubildenden eine mehrtägige Weiterbildung angeboten.

 

Dafür können sich Berufsschulklassen aus allen Bundesländern bei der Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner (info@junggaertner.de) bewerben, die ihre Bundesgeschäftsstelle in den Räumen der Bildungsstätte Gartenbau unterhält. Gemeinsam mit den betreuenden Berufsschullehrern wird nach den jeweiligen Wünschen ein individuelles Programm erstellt, das z.B. auch Exkursionen oder Praxiselemente einschließt.
Diese Seminarreihe erhält wachsenden Zuspruch, da sie sowohl den Einzelnen als auch den Teamgeist in der Gruppe (Klasse) fördert.

Antrag auf Zuschüsse

Antrag auf Zuschüsse

Aus Mitteln der Stiftung werden jungen Gärtnerinnen und Gärtnern aus den neuen Bundesländern auf Antrag Zuschüsse gewährt, wenn sie an den Angeboten der Bildungsstätte Gartenbau teilnehmen. Die Seminare beinhalten sowohl fachliche als auch persönlichkeitsbildende Themen.

Bildungsstätte Gartenbau Grünberg

Bildungsstätte Gartenbau Grünberg

Die Bildungsstätte Gartenbau Grünberg ist daran interessiert, für den ganzjährigen Seminarbetrieb nicht nur versierte Referentinnen und Referenten zu gewinnen, sondern auch stets aktuelle und themenspezifische Lehr- und Lernmittel einzusetzen. Hierzu gehören u.a. moderne Ausstattungen im Bereich Multimedia und EDV, Fachliteratur oder andere Materialien, die allen Teilnehmern zugutekommen und eine wichtige Basis für einen erfolgreichen Seminarbesuch ermöglichen. Die Ernst-Schröder-Stiftung gewährt hierzu entsprechende Zuschüsse.

Untersuchungen und Veröffentlichungen

Untersuchungen und Veröffentlichungen

Nach dem Stiftungszweck können auch Untersuchungen und Veröffentlichungen gefördert werden, die berufsständische, gesellschaftliche, kulturelle, wirtschaftliche und technische Entwicklungen im Gartenbau umfassen.

 

Aufgrund der begrenzten Mittel achten die Gremien der Stiftung darauf, dass die geförderten Arbeiten eine möglichst große Breitenwirkung haben. So wurden z.B. für die 1997, 2008 und 2012 durchgeführten Berufsfeldanalysen im Gartenbau entsprechende Förderungen ausgesprochen.

 

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Hochwasserkatastrophe

Hochwasserkatastrophe 2002

Im August 2002 stürzte die verheerende Hochwasserkatastrophe auch viele Gärtnerfamilien in Not und bedrohte ihre Existenzen. In einer beispielhaften berufsständischen Solidaritätsaktion „Gärtner helfen Gärtnern“ wurden unter Federführung der Ernst-Schröder-Stiftung von mehr als 1.300 Spendern insgesamt 550.000 Euro gesammelt und an betroffene Gärtnerfamilien ausgezahlt.
Die Spender erhielten ihrerseits von der Stiftung entsprechende Spendenbescheinigungen. Möglich machte dies eine in kürzester Zeit vollzogene Erweiterung des Stiftungszweckes zur Einrichtung eines entsprechenden Hilfsfonds, der getrennt vom eigentlichen Stiftungsvermögen gehalten und ausgeschüttet wurde.